Heute ist Sonntag, und wir haben nicht viel zu tun. Ich war mit James heute morgen in der Chapel, danach haben wir uns ins Wohnzimmer gesetzt, er mit seiner Gitarre, ich mit dem Laptop. James kann sich stundenlang mit seiner Gitarre beschäftigen, und sein Lieblingslied spielen: Bridge over a troubled water von Simon and Garfunkel. Leider kann er so garnicht Gitarre spielen, er macht einfach irgendwelche Fantasiegriffe und singt dazu. Aber ich glaube, es tut ihm ganz gut, also ertrage ich seine Ergüsse tapfer.
Am Nachmittag findet der Companionschor statt, ich und ein paar andere Co-Worker werden auch mitmachen, denn Fabian (er leitet den Chor) ist froh, wenn ein paar Leute dabei sind, die "richtig" singen, dann hat er es ein bißchen einfacher, die Companions zu leiten.
Donnerstagabend leitet Fabian den Chor für die Co-Worker, an dem ich auch immer teilnehme. Man darf sich das nicht mit Noten und den vier Stimmen vorstellen, sondern es ist mehr so, dass er einfache Melodien vorsingt, und wir sie nachsingen. Dabei gibt es meist eine kleine Choreografie, und wir singen alles im Kanon. Das ist garnicht so leicht, wie es sich anhört, zumal ich ein Notenmensch bin, und ja alles auch noch auf Englisch ist. Wenn alles gut läuft, und die Kanons klappen, dann ist das ein ganz tolles Klangerlebnis.
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